Künstliche Sonne erzeugt keine Melanome - Angst vor Hautkrebs ?

Seit es Solarien gibt, haben Menschen, die sich gerne auf die Sonnenbank legen, immer wieder mit einem weltverbreiteten Vorurteil zu kämpfen. "Solarien bräunen nicht nur, sie fördern vielmehr die Entstehung von Hautkrebs", sagen viele selbsternannte Sonnen-Experten. Und das, obwohl es bisher noch keinen einzigen wissenschaftlich nachgewiesenen Fall für diese Behauptung gibt.
Ganz im Gegenteil. Eine von der Europäischen Union geförderte Studie kommt zu einem für Solarienbetreiber und Solarienfreunde gleichermaßen guten Urteil. Solarien, sagt die im International Journal of Cancer veröffentliche Studie aus, haben mit der Entstehung von Hautkrebs (Melanomen) nichts, aber auch gar nichts zu tun. Autoren der Studie sind die beiden französischen Wissenschaftler
"Philippe Autier" & "Jean-François Doré" vom EORTC (European Organization for Research and Treatment of Cancer), der europäischen Gesellschaft für Forschung und Behandlung von Krebs.

Für ihre Arbeit befragten sie 412 Melanom-Patienten und 445 weitere, nicht an Hautkrebs erkrankte Menschen aus Belgien, Deutschland und Frankreich nach ihren Sonnengewohnheiten. Wie oft sie in die Sonne gehen, ob sie in der Kindheit oft in der Sonne waren, ob sie jemals Sonnenbrände bekommen hatten, ob sie Solarien benutzen, ob sie regelmäßig zum Urlaub in die Sonne fliegen, und, und, und.
Bei der Auswertung kamen sie mehreren Ursachen für die Entstehung von Hautkrebs auf die Spur.

Diese sechs Faktoren fördern die Entstehung von Hautkrebs:

In der Kindheit:

1. Längere Aufenthalte in einem mediterranen, tropischen oder subtropischen Land.


2. Sonnenbrände


3. Sich in sonnigen Gegenden immer ungeschützt der Sonne aussetzen.

Als Erwachsener:

1. Am Urlaubsort in der prallen Mittagshitze zu sonnen.


2. Bei genetischer Veranlagung regelmäßig mehr als zwei Wochen im Jahr in sonnigen Ländern Urlaub machen


3. Keine regelmäßigen Besuche beim Hautarzt.


Für die Behauptung, dass Solarien Hautkrebs fördern könnten, fanden die Wissenschaftler dabei keinen Hinweis.

Für Solarien gab es einen vollständigen Freispruch!